Kostenrahmen

Raumplan
geld.jpg

Sie sind der (Bau) Herr über Ihr Haus, von Anfang an!

 

Bau- und Planungskosten

 

  • Ermitteln Sie zunächst Ihren persönlichen Raumbedarf. Erstellen sie sich eine Liste oder benutzen Sie einfach meine Liste. (s. Download am Ende des Textes) Listen Sie alle Räume, die Sie benötigen oder die Sie sich wünschen auf und überlegen, wie groß diese Räume im Einzelnen sein müssen oder sollen.

 

  • Tipp: Vergleichen Sie alle Flächen mit ihrer aktuellen Wohnsituation, dann wissen Sie ob der jeweilig neue Raum größer oder kleiner werden soll!

 

Sortieren Sie die Räume in der Liste nach Geschossen.

Addieren Sie die Flächen, so erhalten Sie Ihre persönlich angestrebte Nettofläche.

 

  • Jetzt fehlen noch die Flächen für die Konstruktion an sich, Treppen, Stützen, Wände usw. Das macht ungefähr 25 % der zuvor ermittelten Nettofläche aus. Addieren Sie beides, und schon haben Sie ihre Bruttofläche ermittelt.

 

Mit den ermittelten Flächen bestehend aus der Nettofläche (ohne Konstruktion) und der Bruttofläche (mit Konstruktion) können sie sich jetzt, zum Beispiel von einem Architekten eine Baukostenschätzung erstellen lassen. Der Kollege wird noch wissen wollen, ob Ihr Haus unterkellert sein soll oder nicht. Sie können sich aber auch eine Baukostenschätzung mit und ohne Unterkellerung geben lassen.

Die Kosten für die Außenanlagen wie Wege, Schuppen, Rasen usw. sind streng genommen keine Hausbaukosten, fallen aber an und müssen mitkalkuliert werden! (werden gerne mal “vergessen“)

 

  • Der Aufwand zur Erstellung der Baukostenschätzung ist sehr gering und oft kostenlos, leider nicht immer! Der Architekt bedient sich aus der einschlägigen Standardliteratur und kann die dort gefundenen Kosten schnell an die aktuelle Wirtschaftskonjunktur anpassen. Jetzt haben Sie Ihre Baukosten. Hinzu kommen noch die jeweiligen Planungskosten für weitere Fachplaner, in der Regel für Statik, Bauphysik und Baugrundgutachter.

 

  • Hinweis: Es handelt sich um eine Schätzung, von daher hat die ermittelte Summe eine Unschärfe von + 15 %!

Grundstückskosten
  • Um Ihren Kostenrahmen zu vervollständigen, müssen noch die Kosten für das Grundstück dazu addiert werden. Haben Sie ein passendes Grundstück im Auge, müssen Sie in Erfahrung bringen, ob der angegebene m² Grundstückspreis, erschließungsbeitragsfrei oder erschließungsbeitragspflichtig ist. Ist er erschließungsbeitragspflichtig, müssen Sie noch ca. 40 €/m² Grundstück zum Grundstückspreis hinzuaddieren!

Steuern und Gebühren
  • Leider ist das immer noch nicht alles! Es fallen noch die Grunderwerbssteuer sowie die Notar- und Maklergebühren an. Zusammen macht das zwischen 10 und 13% aus, die oben auf den Grundstückspreis hinzugerechnet werden müssen.

Sollten Sie nicht mit einem Architekten, sondern mit einem Bauträger (Bauunternehmer) bauen, müssen die zuvor genannten Kosten ebenfalls zu Grunde gelegt werden.

 

Jetzt haben Sie Ihren Kostenrahmen fertig!

Das ist die Summe, die Sie stemmen müssen!

Ab jetzt können Sie zu Ihrer Bank gehen und über die Finanzierung reden. Beachten Sie bitte; auch wenn ihre Bank zu einem Eigenkapitalanteil von 20% rät, ist es vernünftiger ein Eigenkapital von ca. 35% mitzubringen. Die Tilgungszinsen fallen dann nicht so hoch aus und neben dem Hausbau können Sie sich noch Anderes leisten!

Im Download stelle ich Ihnen eine übersichtliche Liste zur Verfügung. Die Liste ist nach diesem Text selbsterklärend.

 

Sie sind der Bauherr!